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camera obscura

1 zirkelstraße
scarlet's walk

just tell your gods from me
all debts are off this year
they're free to leave
yes, they're free to leave

eine jeder gefühlslandschaften, die ich mir kaum noch als meine eigene vorstellen kann, so groß ist die kluft mittlerweile geworden.
und doch habe ich selbst aus dieser zeit einiges mit hier hin genommen, das warme licht und das zufriedene sich-verbarrikadieren vor allem unwichtigen (und leider auch wichtigem). es wird kalt werden diesen winter. damals reichte die heizung auch nie aus. interessant dieses sonntagabend-gefühl, ich will am liebsten die zeit anhalten. es soll gar nicht morgen werden, obwohl mich doch gar nicht soviel unsicherheit erwartet. ich könnte jetzt sofort, wenn ich wollte, einsehen, dass ich niemandem etwas schulde, außer mir selber. schlimm, denn auch damals hätte ich selbstbestimmt sein können, wenn ich die wege gesehen hätte. alle angst in dieser ersten eigenen behausung ist so unglaublich unnötig gewesen. wie lange wird es wohl noch dauern bis ich die schultern nicht mehr hochziehe, auch wenn ich alleine bin, und einsehe, dass es keinen grund gibt, sich gehetzt zu fühlen? gerade ist es, als müsste ich nur nach draußen sehen und würde direkt auf den großen, grünen turm schauen können. mein gott hat sich vieles verändert seitdem, so viele menschen, die nicht mehr leben, zwei davon diejenigen, die den größten einfluss auf mein leben hatten. immernoch erschreckend, wieviel halt mir all diese abhängigkeiten gegeben haben, und wie unglaublich dicht dieses netz seelischer krankheit war, so dass niemand von uns einen ausweg finden konnte. für keinen preis der welt würde ich in diese zeit zurückwollen, gegen nichts würde ich meine gewonnenen erkenntnisse zurückgeben wollen. schade, dass ich mein befreitsein paradoxerweise als gerechte strafe empfinde. so als hätte ich versagt, in dem ich sie habe sterben lassen. so als hätte ich versagt, weil ich nichts gegen das schicksal tun konnte. so, als geschehe es mir recht, nun in kargheit verweilen zu müssen, die ja in wahrheit eine verbesserung meiner umstände und nicht etwas das gegenteil darstellt. ich habe das noch nie so klar gesehen, und was ich sehe, ist hochgradig irrsinnig.
vielleicht wird es heilsam wirken, wenn ich einsehe, dass ich in der tat fast unverzeiliche fehler gemacht habe, aber nicht anders gekonnt habe. vielleicht kann ich die tragik gehen lassen, wenn ich sie anerkenne. vielleicht kann ich vertrauen gewinnen, in das leben, oder was auch immer, ein wenig von dem ewig fehlenden grundvertrauen, wenn ich akzeptiere, dass ich teil eines gesamtkonzeptes war und immer noch bin und wahrlich keinen aber auch keinen fehler alleine gemacht, keine schreckliche tat alleine begangen habe. ich kann immer nur mich selbst sehen, weil sie damals alle auch nur mich sehen konnten.
wie erleichternd, nicht mehr ausschließlich im mittelpunkt zu stehen. ein ambivalentes verhältnis habe ich da zur aufmerksamkeit. sie ist lebenselixier und fallstrick gleichzeitig.
24.10.10 19:22
 
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