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dark summer

du hast mich angesehen und gesagt "ruf doch auch mal bei dem psychologen an!" dabei saßt du auf meinem wohnzimmerboden, ich auf dem bett, und wie immer drücktest du dabei nur eins aus: auf dieses bett setze ich mich nicht, du führst dort ein leben, dessen teil ich nicht sein darf. es war mir egal, ich zitterte, fühlte, dass ich kalkweiß war, die schweißperlen standen mir auf der stirn. draußen war es fast vierzig grad, jahrhundertsommer nannten sie es, auch das war mir egal, es hatte fast drei wochen nicht geregnet.
ich empfand nichts anderes als unfähigkeit und konnte dem leben nichts abgewinnen. ich wählte also die nummer und erzählte dem mann am anderen ende der leitung, wie es mir ging, und dass ich hilfe brauchte, und nicht mehr wusste, was ich tun sollte. er hörte sich alles geduldig an, und während ich mit ihm sprach, sah ich immer wieder bestätigung suchend zu dir hin, versuchte deinen blick zu treffen, doch du sahst nach unten, und als du letztlich nach oben blicktest, war dein ausdruck leer und kalt, ich spürte deine aggression, wusste, dass du mir gefährlich warst.
der mann am telefon sagte, ich solle abklären lassen, ob es nicht etwas körperliches sei, dann könne ich mich wieder bei ihm melden, ich stimmte ihm zu. was hätte ich auch anderes tun sollen, als zustimmen, ich konnte ja in deiner gegenwart nicht sagen, worum es ging.
du standest auf, und sagtest "dein zustand macht mir sorgen". ich überlegte, warum du nicht auf der arbeit warst, fragte aber auch nicht nach. ich sah auf die uhr und spürte, wie es enger in meiner brust wurde, viertel vor drei, was blieb mir also, als meine üblichen versuche, dich hinauszukomplimentieren.
um fünf minuten nach drei stand ich am platanenhof und wartete. meine fingerspitzen kribbelten, ich merkte die hitze nicht mehr.
5.6.11 12:53
 
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