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present

- erster versuch einer synopse -

es gibt ihn, diesen bereich, in dem ich fast einwandfrei funktionieren kann. ich kenne seine genauen grenzen noch nicht und ich weiß auch nicht, ob es sich um eine art ort handelt, den ich mental abrufen und betreten könnte. was ich jedoch kann, ist, meine gesunden anteile trennscharf abgrenzen von jenen, die strukturell "geschädigt" sind - was schreibe ich da? es ist schon erhellend und erfreulich genug, dass ich nun weiß, dass sie da sind, diese gesunden bereiche.
nein. es reicht nicht alle widrigkeiten aus dem weg zu räumen. es ist ein irrglaube anzunehmen, problembewältigung funktioniere durch problementfernung. und dennoch darf ich nicht davonrennen vor der realität mit ihren anforderungen und mich hinter überlebten traumata verschanzen. vielleicht ist es möglich, und dies schreibe ich so vorsichtig wie eben möglich, meine sicheren orte aufzusuchen, um funktional zu sein, dann, wenn es unbedingt notwendig ist, und viellleicht darüber hinaus.
und nochmal nein: die lösung meiner gegenwärtigen probleme wird nicht zu irgendeiner spontanheilung führen. vielmehr legt die abwesenheit von mehr oder weniger trivialen lebensproblemen stets klaffende wunden offen, die meine bedürftigkeit, meine sensucht, mein neid, mein begehren und wollen, mein hoffen und streben, mein entbehren und meine sucht, mein suchen und mein nicht-finden sind. so ist es immer gewesen und so wird es wieder sein. was freue ich mich auf das kommende leid, diese alte bekannte.

so hält es sich mein leben lang schon die waage - meine angst und zögerlichkeit, meine isolation und mein misstrauen, mein rückzug und verleugnung, verdrängung und einsamkeit - all das und dessen folgen schützen mich vor diesem verlangen nach alldem, was unerfüllt blieb. so bewege ich mich irgendwo zwischen den zwei waagschalen und balanciere auf dem dünnen steg der unentscheidbarkeit. stürze hier und da fast ab und rutsche da und dort immer mal wieder in das ein oder andere extrem - wo ich mich fast zu tode erschrecke oder fast verlorengehe, je nach ausformung.
ich kann nicht glauben, dass ich irgendwann dieses unhaltbare verlangen aushalten könnte. oder dass es jemanden gibt, der dem standhalten könnte.
und nein, ein letztes mal. es wird nicht funktionieren, es minutiös abzuarbeiten oder zu entschärfen wie eine bombe - weil dies nicht die art meines begehrens ist und es nicht so sozialverträglich ist.

ich hab keine ahnung. das sage ich ja bekanntlich nicht oft.
8.10.13 00:27
 
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